Reise vom 7.11.-23.11.2005 mit Marco Polo Reisen, Young Line Travel
Mexico-City(3), Puebla, Oaxaca(3), Tehuantepec, San Cristobal, Palenque(2), Merida(2), Chichen Itza(2)
Dies ist der zweite Teil des Reiseberichts. Den ersten Teil gibt es hier.
Die Bootsfahrt im Sumidero-Canyon gehörte zu den Highlights der Reise.
Neben zahlreichen Tieren wie Reiher, Pelikanen, Geier waren auch eine Schlange, ein kleines Krokodil und ein großes Krokodil zu sehen.
Auch der Canyon als solcher ist sehr schön
Tagesziel war San Cristobal de las Casas, sozusagen die Hauptstadt der Indianer. Touristen steht man hier gleichgültig bis ablehnend gegenüber. Fotografieren sollte man die Einwohner nicht, wenn einem seine Gesundheit und sein Eigentum lieb ist. Andererseits versuchen weibliche Händler in sehr aufdringlicher Art und Weise, ihre Textilien zu verkaufen. Die Kirche Santo Domingo sieht ganz gut aus. Innen erwartet den Besucher angenehme Musik aus Lautsprechern.
Die Kathedrale ist nicht so imposant wie die Kirche Santo Domingo.
Die aufgrund des Geländes langwierige Fahrt nach Palenque führt durch den tropischen Regenwald. Unterwegs kann man Kaffeplantagen mit Kaffeepflanzen sehen.
Die Wasserfälle von Agua Azul lohnen auf jeden Fall einen Besuch.
Eingangs der Mayastätte von Palenque gab es einen Spaziergang durch den Regenwald, wo wir auf diverse Pflanzen aufmerksam gemacht wurden.
Unter anderem auf diese hier.
Palenque. Die im 7. bis 9 Jahrhundert bedeutende Kultstätte der Mayas ist besonders sehenswert.
Die Lage inmitten des Regenwaldes und die typisch hohe Luftfeuchtigkeit bewirken eine besondere Atmosphäre.
Nach der Besichtigung der alten Mayastadt besuchten wir ein Separatistendorf, in dem heutige Mayas leben.
Ganz in der Nähe befindet sich der Wasserfall von Misol-Ha.
Der Strand am Golf von Mexiko ist nicht wirklich schön, aber immerhin gibt es ein Strandbild mit mir (rechts).
Das Fort der alten Piratenstadt Campeche bewachte früher die Stadt vor Angriffen aus dem Meer.
Auf der trinkwasserarmen Halbinsel Yucatan gründeten die Spanier kaum Städte. Campeche war 1540 eher eine Ausnahme. Trotz aller Bewachung: Später wurde die Stadt von Piraten kontrolliert.
Sehr idyllisch sieht es in Campeche aus.
Für die Erhaltung der historischen Fassade erhält die Stadt Geld von der Unesco.
Hier lohnt sich bestimmt auch ein längerer Aufenthalt. Bei unserer Reise war Campeche allerdings nur eine Zwischenstation auf dem rund 700 Km langen Weg nach Merida.
Auch Karibikflair fehlt der Stadt nicht.
Merida, die größte Stadt auf Yucatan, hat selber nicht sehr viel zu bieten. Wir besuchten den Palacio de Gobierno.
Selbstverständlich gibt es auch in Merida einen Zocalo.
Uxmal. Die Pyramide des Zauberers ist ziemlich steil, aber für Besucher leider mittlerweile gesperrt.
Uxmal war vor mehr als 1000 Jahren ein Zeremonialzentrum der Maya.
Vom mit verzierten Mauern umgebenen Innenhof aus sieht man den Nordbau des Casa de las Monjas genauer.
Ballspielplätze hatten die Form eines römischen I.
Typisch für Uxmal sind die Masken mit dem Rüssel des Regengottes Chac. Auf dem Bild sieht man neben den Nasen jeweils das rechte Auge, die linken Augen befinden sich um die Ecke neben unserer Reiseleiterin Leticia.
Allein schon die Pyramide lohnt den Besuch. Besonders bei Abendlicht ist die Wirkung schön.
Am Abend gab es noch eine gelungene Lichtshow zu sehen. Daneben zum Vergleich das Gebäude bei Tageslicht.
Auf dem Weg nach Chichen Itza besuchten wir einen Friedhof. Friedhofswärter zerstören das Grab, wenn die Pachtdauer abgelaufen ist. ext
Andere sind noch ärmer und haben nicht einmal das Geld für eine Grabplatte.
Die Pyramide in Chichen Itza. Für viele Besucher ist dieses ehemalige Zentrum der Maya und später auch der Tolteken der kulturelle Höhepunkt der Reise.
Hinter dem Leopardentempel befindet sich der große Ballspielplatz. Fair ging es hier nicht zu, denn alle Gäste verloren bzw. mussten verlieren und wurden anschließend geopfert.
Hier die Ecke einer langen Mauer, die mit zahllosen Totenköpfern verziert ist.
Immer wieder kann man Leguanen begegnen.
Der Tempel, auf dem sich Mexikos berühmteste Figur, der Chac-mool, befindet. Leider ist der Zugang für Touristen mittlerweile gesperrt. Die Figur kann man direkt oberhalb der Treppen aber erkennen.
Das Observatorium.
Wie immer ist das Besteigen der Pyramide das Beste.
Auf der Pyramide hat man natürlich den besten Blick auf die Anlage. Hier der Leopardentempel mit dem dahinter liegenden Ballspielplatz in der Form des üblichen I.
Auf der Pyramide sieht man erst richtig, mit wievielen Säulen der Tempel des Chak-mool umgeben ist. Man nennt sie die Gruppe der tausend Säulen.
Hätte Hurricane Wilma nicht an der Karibikküste gewütet, wären wir noch am gleichen Tag nach Playa del Carmen weitergefahren. Stattdessen gab es zwei planmäßige Übernachtungen in Chichen Itza, zunächst aber etwas Leerlauf...
Unser Hotel befand sich direkt neben der Anlage. Das Observatorium ist gut zu erkennen.
Auch in Chichen Itza gibt es als Abrundung eine Lichtshow. Wie in Uxmal wird die dazu gehörige Geschichte in Spanisch erzählt.
Als Ersatz für den Besuch der Karibikküste besuchten wir die Ausgrabungsstätte Ek’ Balam in der Nähe von Chichen Itza.
Wie in Chichen Itza ist der Großteil der alten Stadt noch gar nicht ausgegraben. Was Archäologen wohl unter diesem Hügel finden werden?
Der Palast ist höher als die Pyramide von Chichen Itza und kann natürlich auch bestiegen werden.
Der Aufstieg wird wie üblich mit einem schönen Überblick über die Anlage belohnt.
Der Palast aus Sicht eines gegenüberliegenden Tempels
Im Anschluss besuchten wir ein Mayadorf, in dem heutige Maya leben. Hier eine typische Hütte von außen und innen.
Mit diesem Bus waren wir während der gesamten Reise unterwegs.
Damit war die schöne Reise zu Ende. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, so gut wie keinen Regen und weitgehend sommerliche Temperaturen unter blauem Himmel. Die von Marco Polo ausgewählten Hotels waren ausnahmslos gut, die homogene Reisegruppe sehr angenehm. Die Ausreise aus Mexiko verlief völlig problemlos. Auf dem Flughafengelände warfen zwei Beamtinnen quasi beim Vorübergehen nur einen oberflächlichen Blick auf das Touristenvisum und wollten nicht einmal den Reisepass sehen. Die Rückreise von Chichen Itza über Cancun, Mexiko-City und Frankfurt nach Esslingen dauerte für mich insgesamt 26,5 Stunden.