Reise vom 7.11.-23.11.2005 mit Marco Polo Reisen, Young Line Travel,
Mexico-City(3),Puebla, Oaxaca(3), Tehuantepec, San Cristobal, Palenque(2), Merida(2), Chichen Itza(2)
Der Reisebericht ist zum schnelleren Seitenaufbau in zwei Teile gegliedert. Den zweiten Teil (ab Tag 8) gibt es hier.
Am 07.11.2005 gegen 19.00 Uhr Ortszeit landete die in Frankfurt gestartete Boeing 747-400 nach rund 12 Stunden Flugzeit in der 25-Millionen-Einwohner-Metropole Mexiko-City. Dabei führte die 9550 Km lange Flugroute über Island, Grönland, Kanada und die USA. Angekommen auf dem Flughafen musste man sich erst einmal vor Migrationsschaltern anstellen, um sich dort das bereits im Flugzeug auszufüllende Touristenvisum abstempeln zu lassen. Man sollte den Zettel während der Reise nicht verlieren, da sonst 42 Dollar fällig werden. Nach Abholen des Koffers galt es nun noch, die etwas ungewöhnliche Zollkontrolle passieren, bei der jeder Einreisende auf einen Knopf zu drücken hat. Leuchtet nach dem Zufallsprinzip eine rote Lampe bedeutet dies Gepäckkontrolle, bei einem wesentlich wahrscheinlicheren Grün kann man - wie es bei mir der Fall war - ungehindert passieren. Nachdem alle 22 Reiseteilnehmer im für Young Line Travel typischen Alter von 28 bis 39 Jahren Kontakt mit der Reiseleiterin von Marco Polo aufgenommen und Geld umgetauscht hatten, wurde die Gruppe mit dem Bus in das zentral gelegene Hotel gebracht.
Ganz in der Nähe des Hotels befindet sich das Balletthaus Palacio de Bellas Artes, das daher auch Gegenstand meines ersten Fotos wurde.
Der Zocalo von Mexiko-City mit dem Palacio Nacional im Hintergrund. Der zweitgrößte Stadtplatz der Welt heißt so, weil es letztlich bei dem Sockel für ein ursprünglich geplantes Bauwerk geblieben ist. Im Zuge dessen heißen in Mexiko alle Zentralplätze der großen Städte Zocalo.
Die Kathedrale von Mexiko-City befindet sich ebenfalls direkt am Zocalo.
Der Palacio Nacional von innen. Hier kann man mehrere Gemälde an den Wänden bestaunen, die die Geschichte Mexikos beschreiben.
Neben dem Nationalpalast und der Kathedrale befinden sich die Grundmauern des Templo Mayor von Tenochtitlan, der im 14. Jahrhundert errichteten Hauptstadt der Azteken, auf deren Ruinen im 16. Jahrhundert Mexiko-City errichtet wurde. Kein idealer Platz, denn Tenochtitlan wurde seinerseits auf einer kleinen Insel im sumpfigen Texcoco-See gebaut, weshalb Mexiko-City mehr und mehr im labilen Untergrund versinkt.
Das meterweite Absinken der Gebäude in Mexiko-City bekommt auch die Kathedrale zu spüren. Hier ist vieles schief und renovierungsbedürftig, beachte das Geländer. Ein Pendel in der Mitte des Raumes zeigt die historischen Veränderungen an.
Wir besuchten auch das Museum der Frida Kahlo, eine bedeutende Malerin Mexikos im 20. Jahrhundert. Ihr Ehemann war übrigens derjenige, der die Bilder im Nationalpalast malte.
Dieses Haus ließ Hernan Cortez, der Eroberer Tenochtitlans, im Stadtteil Coyoacan errichten, das nach seinem Willen neues Zentrum Mexiko-Citys werden sollte. Dazu kam es jedoch nicht.
Das interessante Universitätsgebäude ist nicht etwa bemalt.
Zum Abschluss des ersten Tages gab es ein gemeinsames Abendessen mit interessierten und zumeist deutsch sprechenden mexikanischen Studenten.
Der zweite Tag startete mit einem Besuch des bedeutenden Anthroplogischen Museums - er dauerte für meinen Geschmack ein klein wenig zu lang.
Der Sonnenstein der Azteken ist das Prunkstück des Museums. Zu finden sind in dem auf mehrere Gebäudeteile verteilten Museum Erklärungen und Fundstücke zu allen mexikanischen Völkern. Daneben einer der großen Steinköpfe der Olmeken.
Schuhputzhäuschen sind typisch in Mexiko-City.
Mexiko-City von dem höchsten Turm aus in allen vier Himmelsrichtungen fotografiert. Wie man sieht, leidet die Stadt unter Smog. Abgesehen davon war dies der einzige bewölkte Himmel, den wir während der Reise über uns hatten.
Sie prägen die Straßen in Mexiko-City: Weiß-grüne VW-Taxi-Käfer. Daneben ein typischer Stadtbus.
Keine Frage. Etwas chaotisch geht es in Mexiko-City schon zu. Dennoch verhalten sich die Autofahrer alles in allem überraschend rücksichtsvoll. Ohne die ständig präsenten Streifenpolizisten geht es trotzdem nicht.
Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant.
Wo mag das wohl sein?
Die obige Rolltreppe befindet sich nicht etwa auf einem Bahnhofglände sondern im Untergeschoss einer Kirche. Die Rolltreppe soll allen Gläubigen einen reibungslosen Blick auf das Marienbild “Jungfrau von Guadalupe” ermöglichen.
Das Marienbild vom Erdgeschoss aus gesehen. Die Rolltreppe im Untergeschoss ermöglicht einen genaueren Blick auch während des laufenden Gottesdienstes.
Der Kirchplatz davor. Das als Wunder gepriesene Marienbild befindet sich in der Basilika links. Wie man sieht, ist die Kirche rechts daneben (wie üblich) am Absinken.
In der Nähe von Mexiko-City befindet sich die schöne Anlage von Teotihuacan, deren vor rund 2000 Jahren lebenden Erbauer unbekannt sind. Hier der obere Teil mit der Mondpyramide.
Hier wurde auch demonstriert, wie man mit Läusen karminrote Farbe herstellt.
Die Mondpyramide, die man selbstverständlich wie fast alle Pyramiden besteigen kann.
Wer die Mondpyramide nicht besteigt, bekommt auch nicht die großartige Aussicht auf die Anlage. Oben links sieht man die Sonnenpyramide.
Die Sonnenpyramide. Sie ist größer als die Mondpyramide und heißt so, weil das Gebäude so errichtet wurde, dass es keinen Schatten wirft, wenn die Sonne am 21. März und 23. September den höchsten Stand hat, und die Sonne genau gegenüber der Frontseite untergeht.
Der Besteiger der Sonnenpyramide wird mit diesem Blick belohnt. Quer verläuft die Camino de los Muertos, die Straße der Toten.
Der 5462 Meter hohe Popocatepetl von Puebla aus. Der noch aktive Vulkan ist die wohl bekannteste aber nicht höchste Erhebung Mexikos.
Die Millionenstadt Puebla befindet sich ähnlich wie Mexiko-City in rund 2 Kilometer Höhe. Sie ist ausgesprochen katholisch und dementsprechend reich an Kirchen. Prachtvoll ist etwa die Barockkapelle der Kirche Santo Domingo.
Schöne Straßen befinden sich in Puebla.
In einem Süßwarengeschäft kauften wir nach altem Nonnenrezept hergestellte Süßwaren ein.
Ein Markt in der Nähe des Künstlerviertels.
Von Puebla aus begann die Reise nach Oaxaca. Unterwegs konnte man viele Kakteen beobachten und eine ganze Reihe auch aus direkter Nähe bestaunen.
Die Busfahrt nach Oaxaca führt über die schöne und kurvenreiche Bergwelt der Sierra Madre.
Die Kolonialstadt Oaxaca am Abend mit toller Atmosphäre am Zocalo. Hier eine Musikergruppe vor der Kathedrale.
In einem Cafe am Zocalo.
Fahrt nach Monte Alban. Von hier aus hat man einen guten Blick auf Oaxaca.
Monte Alban. Auf diesem Bergplateau errichteten früher die Olmeken und Zapoteken ein Kult- und Machtzentrum.
Wie überall werden Touristen auch auf Monte Alban von Verkäufern angesprochen, die wertlose Skulpturen u.ä. verkaufen wollen.
Wie bei allen wichtigen Anlagen geben auch in Monte Alban viele Reliefs Anlass zu näheren Erläuterungen.
Außerhalb von Oaxaca besuchten wir eine Töpferei. Meines Erachtens ein überflüssiger Besuch, der die nicht unerhebliche Anfahrt nicht rechtfertigte.
Der Besuch eines Schokoladen- und Kakaogeschäfts, wo die Ware auch hergestellt wurde, war schon interessanter.
Die Markthalle in Oaxaca. Wie bei den Abstechern zuvor, sollten die Reiseteilnehmer natürlich auch hier etwas Geld lassen.
Wer’s mag. Heuschrecken.
Auch ohne die Fliegen absolut unappetitlich präsentieren sich die in der Markthalle angebotenen Hühnchen.
Die Hauptstraße von Oaxaca hat viel Atmosphäre. Besonders in den Abendstunden lohnt sich ein Spaziergang.
Die Kirche Santo Domingo in Oaxaca. Hier besuchten wir auch das darin befindliche Museum.
Nicht weit von Oaxaca befindet sich Mexikos größter Baum, der Tulebaum. Ein Kind führte uns herum und zeigte auf Stellen im Holz, die wie Tierköpfe aussahen. Auch die angrenzende Parkanlage ist ganz hübsch (unten).
In der Nähe von Oaxaca kann man auch die Anlage von Yagul besuchen. Hier unsere Gruppe vor einem Grabeingang.
Die Anlage von Yagul, vor rund 1000 Jahren ein Kultort der Zapoteken.
Besuch einer Mezcalbrennerei.
Wenn man in der Gegend von Oaxaca ist, lohnt sich auch ein Besuch des Ortes Mitla. Der in der Nähe der Kirche befindliche Palast zeichnet sich durch viele und gut erhaltene Reliefs aus.
Am siebten Tag ging es nach Tehuantepec. Der Ort hat nichts zu bieten und war im Rahmen des Reiseprogramms nur Durchgangstation zum Übernachten. Immerhin war ein Aufenthalt am Pazifikstrand möglich, wobei der Strand allerdings wegen heftigen Windes und fehlenden Schattens wenig attraktiv war.