Reise vom 2.11.-16.11.2006 mit Marco Polo Reisen, Young Line Travel
Havanna (3), Pinar del Rio (2), Havanna, Cienfuegos, Trinidad (2), Santa Clara, Varadero (2)
Dies ist der zweite Teil des Reiseberichts. Den ersten Teil gibt es hier.
Auf der Fahrt nach Cienfuegos machte uns unser Reiseleiter, der insgesamt leider schwach war und nur schlecht deutsch sprach, mit Zuckerrohr vertraut.
Nicht alle Taxis sind motorisiert. Man beachte auch links das Verbotsschild speziell für Kutschen.
Die Gebäude in der 1819 gegründeten Stadt Cienfuegos sind in recht gutem Zustand. Breite Boulevards und europäische Architektur prägen den Ortskern. Auf dem Foto links unten ist die Fußgängerzone zu sehen.
Wo man auch hinkommt, Ernesto Guevara ist in Kuba allgegenwärtig. T-Shirts, Mützen etc. mit seinem Gesicht sind überall zu haben. Ihm sind komplette Postkartenständer gewidmet. Selbstverständlich ist er auch in Cienfuegos das Idol schlechthin, der “Mann ohne Makel und ohne Angst”. Hier ein Schild auf dem Dach eines Hauses. Bilder Fidel Castros sieht man hingegen nur sehr selten.
Eine Apotheke.
Gesundheitliche Probleme hatte ich während der Reise glücklicherweise keine. Einige wenige aus der Gruppe hatten Magenprobleme, in einem Fall war eine ärztliche Behandlung erforderlich.
Die Catedral de la Purisima Concepcion am schönen Parque Marti.
Schräg gegenüber befindet sich das gut erhaltene Teatro Tomas Terry.
Wie in den meisten Orten befindet sich natürlich auch im Parque Marti ein Standbild des Freiheitshelden Jose Marti. Dieser war im 19. Jahrhundert ein bedeutender Dichter, Philosoph und Politiker und wurde im Unabhängigkeitskrieg 1895 zum Märtyrer. Große Bekanntheit erlangte danach auch das Lied “Guantanamera”, deren Text er geschrieben hatte.
Vielerorts in Kuba wird die Freilassung dieser 5 Personen gefordert, die sich wegen Spionage in US-Haft befinden. Hier ein Schild auf dem Dach am Parque Marti.
Am Nachmittag besuchten wir noch den ältesten botanischen Gartens Amerikas.
Am Vormittag stand eine Wanderung in der Sierra de Escambray im Programm. Bereits die Anfahrt mit zwei LKWs hatte einen gewissen Erlebniswert.
Die Wanderung war aufgrund der Steigung recht anspruchsvoll und führte durch eine ziemlich unberührte Naturlandschaft.
Ziel der Wanderung war ein Wasserfall mit anschließender Schwimmmöglichkeit.
Trinidad. Am Abend versammelten sich viele Bewohner und auch Touristen im Zentrum und feierten mit Tanz und Musik.
Die oberhalb von Trinidad gelegene Hotelanlage bietet einen schönen Blick auf die hübsche, an der Karibik gelegene Stadt.
Eine typische Straße in Trinidad.
Ein Lebensmittelgeschäft für die Kubaner. Touristen mit ihren Pesos Convertibles kaufen woanders. Einheimische zahlen übrigens in Kubanischen Pesos. 24 Kubanische Pesos entsprechen 1 Peso Convertible und für 1 Euro gibt es 1,13 Pesos Convertibles. Das Durchschnittseinkommen eines Kubaners liegt bei umgerechnet etwa 15 Euro im Monat.
Trinidad wurde 1514 gegründet und war damit eine der ersten Städte in Kuba. Ende des 18. Jahrhunderts gelangte Trinidad durch Zuckerrohr zu großem Reichtum.
Auch in Trinidad findet Transport häufig unmotorisiert statt.
Besonders schön ist es am Plaza Mayor. Von dem Turm des Palacio Cantoro in der Mitte des Bildes hat man eine schöne Aussicht auf den Platz (unten rechts) sowie auf die Klosterkirche (unten links)
Wie üblich zieren Oldtimer die Straßen.
Die Südküste Kubas am Karibischen Meer hat in der Regel nicht so schöne Strände wie die Nordküste am Atlantik. Der Playa Ancon bei Trinidad gehört allerdings zu den schönsten Stränden des Landes.
Sonnenuntergang über Trinidad an der Karibikküste.
Am Samstagabend wurde wieder mit Musik und Tanz gefeiert.
Am Vormittag machten wir in der Nähe von Trinidad eine leichte Wanderung im Valle de los Ingenios. Ziel war dieser Wasserfall.
Anschließend fuhren wir weiter in Richtung Sancti Spiritus und kamen am Torre Iznaga vorbei. Früher wurden von hier die auf der Zuckerplantage arbeitenden Sklaven beaufsichtigt. Heute wird der Turm als Ausguck ins Valle de los Ingenios benutzt.
Hier der Blick von oben auf den anliegenden Ort Manacas Iznaga, im 19. Jahrhundert Zentrum einer riesigen Zuckerplantage .
Eine Zuckerrohrmühle auf dem schönen restaurierten Anwesen der Familie Iznaga, welcher die Plantage gehörte.
Diese Lokomotive ist kein Museumsstück sondern fährt den Ort regelmäßig an.
Der erste Gouverneur Diego Velazquez gründete Anfang des 16. Jahrhunderts für Spanien sieben Städte auf der Insel. Zu diesen Villas gehört neben Trinidad auch das 1514 gegründete Sancti Spiritus. Die älteste Stadt Kubas ist übrigens Baracoa im Osten des Landes und wurde 1512 gegründet.
Sancti Spiritus ist zwar einen kurzen Besuch wert, gehört aber nicht zu den touristischen Hochburgen und diente für uns nur als Zwischenstation auf dem Weg nach Santa Clara.
In Santa Clara, der Hauptstadt der Provinz Villa Clara, dreht sich alles um die Revolution. Hier gelang Che Guevara Ende 1958 mit seinen wenigen Gefährten der entscheidende Schlag gegen den damaligen Präsidenten Batista. Wir besuchten den Plaza de la Revolucion mit Monument, Museum und Mausoleum.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes drückt ein Zitat Fidel Castros aus, was viele denken: “Wir wollen sein wie Che”.
Auf dem Dach des Hotels Santa Clara Libre am Parque Vidal waren am 29.12.1958 die Scharfschützen Batistas stationiert. Noch heute erinnern zahlreiche Einschusslöcher an den damaligen Kampf um die Stadt.
Der Parque Vidal in Santa Clara.
Selbstverständlich verkehren auch in Santa Clara zahlreiche Oldtimer.
An dieser Stelle ließ Che Guevara damals Waggons des Zuges Tren Blindado, der Waffen für die Regierungstruppen beförderte, entgleisen. Als diese Waffen daraufhin in die Hände Che Guevaras fielen, war das Schicksal des Diktators besiegelt.
Sehr beliebtes Reiseziel für viele Touristen ist Varadero an der Nordküste ca. 150 Km östlich von Havanna. Hier gibt es einen tollen langen Strand mit klarem, wellenreichem Wasser. Wir hatten zwei Tage zur freien Verfügung.
Hier der Liegeplatz unserer Gruppe.
Nur wenigen Kubanern ist der Zutritt zu diesem Touristengebiet gestattet. Links unser schönes Hotel Cuatro Palmas, hinten Hotels, rechts Bars und Restaurants. Kubanisches Leben gibt es hier nicht. Der Euro ist hier sogar offizielles Zahlungsmittel.
Tolle Umgebung für ein Schachspiel am letzten Reisetag.
Am späten Abend des 15.11.2006 warteten wir schließlich am Flughafen in Havanna auf den Abflug nach Madrid. Etwa die Hälfte der Gruppe blieb noch für zwei weitere Tage in Varadero. Insgesamt dauerte für mich die Rückreise ab Varadero über Havanna, Madrid und Frankfurt 22,5 Stunden. Dabei hatte der Iberia-Flug ab Madrid eine Stunde Verspätung.